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Shure SM57

129,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 20. September 2017 2:54
Hersteller
Bauweise

Das Shure SM57 führt ein sehr opulentes Schattendasein. Einerseits ist es eines der meist verwendeten Mikrofone überhaupt. Andererseits steht es immer im Schatten seines noch deutlich populäreren Schwestermodells, dem SM58. Letzteres hat sich seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Bühnen-Gesangsmikrofone durchgesetzt, während das SM57 mehr in Studio-Umgebungen bei der Abnahme von Instrumenten zu finden ist. Wo genau die Unterschiede zwischen den beiden Modellen liegen ist Thema unzähliger Diskussionen im Internet. Wer die Dynamiken von Webforen kennt, kann sich denken, dass dabei neben wertvollen Informationen auch eine Menge Unwahrheiten verbreitet werden. Was genau das SM57 ist und wie es sich vom SM58 unterscheidet, soll hier endgültig geklärt werden.


Shure SM57 Mikrofon Test

Als erstes sei gesagt: Im Inneren sind das SM57 und das SM58 vollständig identisch. Beide enthalten Schlagzeugmikrofonierungexakt die gleichen Bauteile. Die Verwirrung entsteht, wenn man die offiziellen Datenblätter der beiden Mikrofone betrachtet. Während die meisten Werte nur leicht voneinander abweichen, fällt besonders beim Frequenzbereich auf, dass dieser SM57 um 10 Herz weiter herunter reicht als der des SM58. Genauer gesagt ist der Frequenzbereich des SM57 mit 40Hz – 15kHz angegeben, während das SM58 nur 50Hz – 15kHz abdeckt.

 

Während manche dies als Anhaltspunkt dafür sehen, dass sich die beiden Mikrofone technisch unterscheiden, rührt dieser Unterschied tatsächlich von den verschiedenen verwendeten Gehäusen her. Das SM58 wurde primär für den Gebrauch als Gesangsmikrofon entwickelt und verfügt somit (im Gegensatz zum SM57) über einen kugelförmigen, Schaumstoff-gepolsterten Mikrofon-Korb. Dieser dient einerseits als Schutz für die Membran, andererseits wirkt der Schaumstoff als zusätzlicher Popschutz, um eventuelle Plosare bei einer Gesangsperformance abzuschwächen.

Das SM57 ist zur Abnahme von Instrumenten konzipiert und verzichtet daher auf einen solchen Korb. Lediglich ein von Plastikrippen umgebenes Metallgitter schützt hier die Membran. Dies hat den Vorteil, dass das SM57 etwas näher an eine Schallquelle herangebracht werden kann. So erklärt sich auch der erweiterte Frequenzbereich des SM57.

Bei den Messungen (mit einem festen Abstand zwischen Mikrofonspitze und Schallquelle) kommt die Membran des SM57 näher an die Schallquelle heran, was zu einem stärkeren Nahbesprechungseffekt führt. Dieser äußert sich in der angeführten Erweiterung des Bassbereiches.

Während der Bereich zwischen 40 und 50 Hz für Gesangsaufnahmen irrelevant ist (in diesem Bereich erzeugt kaum eine Stimme wichtige Informationen), kann er bei Instrumentenaufnahmen durchaus etwas ausmachen. Das SM57 wird häufig für die Abnahme von (Bass-) Gitarren oder Trommeln verwendet.

Grade bei letzteren ist oft eine Betonung der Tiefbässe gewünscht, die durch nahes heranbringen mit dem SM57 erreicht werden können. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass sich der Korb des SM58 abschrauben lässt, wodurch das Mikrofon effektiv zu einem SM57 wird. Allerdings ist die Membran in diesem Fall nicht durch ein Gitter geschützt und kann somit leicht beschädigt werden.

Wer also ein SM58 besitzt und nur gelegentlich Instrumentenaufnahmen machen möchte, kommt erst mal um ein SM57 herum. Wer allerdings häufig Schlagzeug- oder Gitarrenaufnahmen machen möchte, dem werden eines oder mehrere SM57 sehr guteDienste leisten.

Neben dem (deutlich teureren) Sennheiser MD421 ist das SM57 gerade bei Gitarrenaufnahmen bis heute das am häufigsten verwendete Mikrofon und darf in keiner ernstzunehmenden Mikrofonsammlung fehlen.

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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